Tagungsberichte

In dieser Rubrik finden Sie Berichte über vergangene Tagungen & Kongresse folgender Jahrgänge:

 

 

Die fünf neuesten Berichte:

 

 

Erfurt, 1. und 2. Juni 2018

Gaspare Spontini und die Oper in Berlin: Zwischen Integration und Isolation

von Jasmin Seib, Mainz

Die Tagung fand anlässlich der Premiere von Gaspare Spontinis Oper Agnes von Hohenstaufen am Theater Erfurt in Kooperation mit der Abteilung Musikwissenschaft des Instituts für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt. Nach der Begrüßung durch den Intendanten Guy Montavon und Fabian Kolb (Mainz) eröffnete der Beitrag „Betrachtung des Berliner Opernlebens auf der Bühne und im Konzert (1810-1830)“ von Jasmin Seib (Mainz) das Symposion. Hier standen die vielen Faktoren, die die Spielplanstruktur der Berliner Bühnen beeinflussten, und Spontinis Rolle als Generalmusikdirektor im Vordergrund. Gleichzeitig gab Seib einen Überblick über das Berliner Repertoire, die Rolle von Opernstücken im Konzert sowie über Favoritopern und Favoritstücke. Leggi tutto...

Wien, 25. und 26. Mai 2018

Französische Oper in Wien um 1800

von Konstantin Hirschmann, Wien

Ein Dreigespann – der Forschungsschwerpunkt Interpretation der Hochschule der Künste Bern (Martin Skamletz) in Zusammenarbeit mit den musikwissenschaftlichen Instituten der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (Klaus Pietschman) und der Universität Wien (Michele Calella) – widmete eine in der Österreichischen Gesellschaft für Musik veranstaltete Tagung der „Französischen Oper in Wien um 1800“. Diese gelangte in zwei Wellen von der Seine an die Donau – zunächst in den 1790er Jahren und dann nochmals am Anfang des 19. Jahrhunderts, in einer durch den Frieden von Lunéville (1801) und die erste französische Besatzung Wiens (1805/6) geprägten Periode, in welcher die Hoftheater und das neueröffnete Theater an der Wien mit Importen aus Frankreich um die Gunst des Publikums buhlten. Leggi tutto...

Hamburg, 24. bis 27. Mai 2018

Aufklärung! Musik und Geschlecht im 18. Jahrhundert

von Jonas Spieker, Detmold/Paderborn

Unter dem Titel „Aufklärung! Musik und Geschlecht im 18. Jahrhundert“ veranstaltete die Fachgruppe Frauen- und Genderstudien der Gesellschaft für Musikforschung ein internationales Symposium am Institut für Historische Musikwissenschaft der Universität Hamburg. Die Tagung widmete sich einem Themenfeld, das in der deutschsprachigen Genderforschung bisher weniger prominent vertreten ist. Aus diesem Grund bot das Programm ganz bewusst eine große inhaltliche Bandbreite – „Aufklärung!“ wollte sich somit auch als Aufforderung zur Vernetzung verstanden wissen, wie die Initiatorinnen der Tagung, Katharina Hottmann (Hamburg) und Cornelia Bartsch (Oldenburg), in ihrer Begrüßung betonten. Leggi tutto...

Mainz, 26. bis 30. April 2018

(Re-)Constructing Renaissance Music – Perspectives from the Digital Humanities and Music Theory (troja 2018)

von Simone Studinger, Mainz

Mit der Frage, welche neuen Möglichkeiten und Erkenntnisse sich mit Hilfe computergestützter Forschung erzielen lassen, befasste sich in Bezug auf die Renaissance-Musik die diesjährige troja-Tagung (http://www.troja-online.eu), die ausnahmsweise zweiteilig vom Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität und der Mainzer Hochschule für Musik in Kooperation mit dem Max-Plank-Institut für empirische Ästhetik durchgeführt wurde.

Nach der Begrüßung und Einführung durch die Tagungsorganisatoren Klaus Pietschmann und Laurent Pugin hielt Richard Freedman (Haverford) am Donnerstagabend den Eröffnungsvortrag, der verdeutlichte, dass die Verwendung digitaler Methoden einen enormen Erkenntnisgewinn bedeuten kann, allerdings auch, dass die Maschine nicht ohne den Menschen dazu im Stande ist. Unter den drei Schwerpunkten Notation, Lesarten und Zitation umriss Freedman gängige Techniken, ihren Nutzen und etliche konkrete Projekte. Einige von diesen wurden am folgenden Tag genauer vorgestellt. Leggi tutto...

Boulder (Colorado), 19. bis 22. April 2018

26th Annual Conference of the Society for Seventeenth-Century Music

von Nastasia Sophie Tietze, Weimar/Jena

Für den 26. Kongress der Society lud Robert Shay vom College of Music der University of Colorado nach Boulder ein. Einen Schwerpunkt bildeten je zwei Panels zu den Themen „English Anxieties“, „Spectacles of the Other“ und „Cosmopolitan Courts“, wobei sich das Programm durch einen hohen Anteil an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern auszeichnete.

Linda Austern (Northwestern University) eröffnete den Kongress im Panel „English Anxieties“ und hinterfragte in einem quellenreichen Vortrag die Funktion und Position des Hörens in der Körper-Geist Dialektik, wie sie im theologischen, physikalischen, moralphilosophischen und gesellschaftspolitischen Diskurs im frühneuzeitlichen England artikuliert wurde. Sie stellte dabei heraus, inwiefern die Auffassung des Ohrs als Sinnesorgan der Verletzlichkeit und Verführbarkeit mit der Konnotation von Musik als gefährlicher, verdorbener Kunst verknüpft ist. Daran schloss sich der Vortrag „,My sweet child and wife‘: Buckingham, James I., and Homoeroticism in the English Anthem and Madrigal“ von Jeremy L. Smith und Jordan Hugh Sam an (University of Colorado, Boulder). Die Referenten deuteten Thomas Vautors First set of Ayres (1619) aus der Warte seiner homoerotischen Anspielungen und bezogen diese auf die mutmaßliche Affäre zwischen König Jakob I. und dem Herzog von Buckingham. K. Dawn Grapes (Colorado State University) widmete sich in einem Close-Reading den Funeral Teares, einem 1606 erschienenen außergewöhnlichen Zeugnis von Memorialkultur. Die materielle, inhaltliche und künstlerische Konzeption der Sammlung von Klagegedichten und Lamentationes ließ erkennen, wie der Komponist und Dichter John Coprario einem gesellschaftlich geächteten Aristokraten Tribut zollte. Im letzten Beitrag dieses Panels untersuchte Nicholas Smolenski (Duke University) Thomas Tomkins‘ Music Deo sacra – einerseits in der ursprünglichen Form, wie sie der Komponist in den 1630er Jahren zusammenstellte, andererseits in der postumen Publikation von 1668 – als ein Fallbeispiel für musikalische Propaganda während der Restaurationszeit. Leggi tutto...

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