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5. und 16. Oktober 2020

Internationales musikwissenschaftliches Symposion
„Kurt Schwertsik und der Begriff der Moderne im Wandel“
Donau-Universität Krems, 15. und 16. Oktober 2020

Kurt Schwertsik gehört zu den Pionieren der neuen Musik in Österreich. Seine zugängliche, denTrends der jeweiligen Avantgarde mit individuellen Mitteln begegnende Tonsprache und seine sanfteIronie lassen ihn seit Jahrzehnten als einen der populärsten Komponisten Österreichs erscheinen.

Ich entzog mich dem angemuteten Verdrängungs- und Anpassungseffekt. Mit Leibes- undGeisteskräften wehrte ich mich dagegen, vom lethargischen Einverständnis der Gesellschaft erdrücktzu werden. Ich nahm mir das Recht, einen frischen Blick auf alle geheiligten Werke unserer Kultur zutun. Ich warne jedermann, die eigenen Grenzen zu erkennen.“ (Kurt Schwertsik)

 

Das Archiv der Zeitgenossen in Krems (NÖ), welches den Vorlass des Komponisten beherbergt, lädtzur Teilnahme am internationalen musikwissenschaftlichen Symposion „Kurt Schwertsik und derBegriff der Moderne im Wandel“, das am 15. und 16. Oktober 2020 an der Donau-Universität inKrems stattfinden wird. Im Rahmen der Tagung sollen historische, biographische ebenso wieanalytische und interdisziplinäre Beiträge den Standort des Komponisten als Individuum ebenso wieseinen Rang im internationalen Kontext beleuchten.
Forscherinnen und Forscher sowie weitere Interessierte, die mit einem Vortrag an diesem Symposionteilnehmen wollen, werden um Zusendung eines Themenvorschlags einschließlich einer Kurzfassungdes Beitrags (maximal 3.000 Zeichen) gebeten. Anzufügen ist ein kurzes Curriculum vitae derAutorin/des Autors. Die Länge der einzelnen Beiträge soll eine Dauer von etwa 20 bis maximal 25Minuten umfassen. Die Referate können in englischer oder deutscher Sprache vorgetragen werden.Über die Aufnahme der Beiträge in den Rahmen des Symposions entscheidet das Organisationsteam.Gerne kann auf das Material des Schwertsik-Vorlasses zurückgegriffen werden. Inventarlisten könnenbeim Archiv angefordert werden. Eine Publikation der Beiträge in der Schriftenreihe des Archivs derZeitgenossen ist vorgesehen.

Einreichungen bis 31.12.2019 an:

Dr. Christian Heindl (Kurator)
Siebenbürgerstraße 16–26/34/3
A – 1220 Wien
tel. +43 (0) 676 392 63 97
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Archivarische Anfragen:

MMag. Gundula M. Wilscher
ARCHIV DER ZEITGENOSSEN
Donau-Universität Krems
+43 (0) 2732 893 2579
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www.archivderzeitgenossen.at

 

KURT SCHWERTSIK

Geboren am 25. Juni 1935 in Wien. Studium an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien. Ab 1955 Hornist beim Tonkünstler-Orchester Niederösterreich. 1958 gemeinsam mit Friedrich Cerha Gründung des Ensembles für Neue Musik „die reihe“. 1960 in Köln Kurse bei Karlheinz Stockhausen, anschließend bei Mauricio Kagel und John Cage. 1965 Gründung der „Salon-Konzerte“ mit Otto M. Zykan. Ab 1968 Hornist bei den Wiener Symphonikern, dazwischen Studienaufenthalte im Ausland. Ab 1979 Leiter einer Kompositionsklasse am Wiener Konservatorium. 1989–2003 Professor für Komposition an der Hochschule/Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Seit 1992 Mitglied des Österreichischen Kunstsenats, seit 2006 Präsident der Joseph-Marx- Gesellschaft. Schwertsiks Schaffen umfasst Opern, Orchesterwerke, Solokonzerte für Violine, Flöte, Posaune, Gitarre und Trompete sowie zahlreiche Liederzyklen.

Auszeichnungen (Auswahl)
1992 Großer Österreichischer Staatspreis
1997 Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst
2006 Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien
2015 Silbernes Komturkreuz für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich
2017 Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien

Werke (Auswahl)
1968 Draculas Haus- und Hofmusik. Symphonie op. 18
1974 Der lange Weg zur großen Mauer. Oper in zwei Akten. Libretto von Richard Bletschacher
1980–92 Irdische Klänge. Zyklus für Orchester
1982 Das Märchen von Fanferlieschen Schönefüßchen. Oper. Libretto von Karin und Thomas Körner
1993 Café Museum oder Die Erleuchtung. Oper in zwei Bildern. Libretto von Wolfgang Bauer
1995 Der Ewige Frieden. Operette. Libretto von Thomas Körner
1996 Sinfonia – Sinfonietta
1997 Die Welt der Mongolen. Oper. Libretto von Michael Köhlmeier
2000–02 Katzelmacher. Oper nach einem Stück von R. W. Fassbinder
2004 Schlaf der Gerechten. Operelle. Libretto Kristine Tornquist
2009 Kafka Amerika. Ballett
2010 Nachtmusiken für Orchester
2014 Mozart in Moskau. Oper. Libretto: Ad de Bont

Literatur
Spangemacher, Friedrich (Hrsg.): Kurt Schwertsik (Musik der Zeit, Band 8). Berlin: Boosey & Hawkes, 1997

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