Aktuelles | Tagungen

24. - 27. April 2019

73. Frühjahrstagung des INMM – Institut für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt  

ÖFFENTLICHprivat. (Zwischen)Räume in der Gegenwartsmusik  

von Mittwoch, 24. bis Samstag, 27. April 2019  

Veranstaltungsort (wo nicht anders angegeben): Akademie für Tonkunst, Ludwigshöhstraße 120, 64285 Darmstadt  

Vom 24. bis 27. April 2019 veranstaltet das INMM in der Akademie für Tonkunst, Darmstadt die 73. Frühjahrstagung. Unter dem Titel „ÖFFENTLICHprivat – (Zwischen)Räume in der Gegenwartsmusik“ greift das INMM einen Gegenstand auf, der durch die rasanten technologischen Entwicklungen der vergangenen Jahre erheblich an Aktualität gewonnen hat. Welche Rolle kann das Komponieren in einer Gesellschaft einnehmen, in der es üblich geworden ist, die eigene Privatheit aus der Perspektive der Öffentlichkeit heraus zu inszenieren? Gibt es Formen künstlerischer Subjektivität, die sich diesen Inszenierungspraktiken entziehen können? Und welche Möglichkeit(en) gibt es, durch kompositorisches Handeln neue Formen der Öffentlichkeit zu schaffen?
Auf diese und viele andere Fragen wird der Austausch von KomponistInnen, MusikerInnen, WissenschaftlerInnen und PädagogInnen Antworten zu entwickeln versuchen.

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29. April - 1. Mai 2019

[English version below]

‚Seine ganze Musikdeutung geht ja vom Klang aus‘1.
Musikalische Interpretation bei Herbert von Karajan
Internationale, interdisziplinäre Fachtagung an der Kunstuniversität Graz (29. April – 1. Mai 2019)

Herbert von Karajan (1908–1989) gilt heute nicht nur als einer der bedeutendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts, sondern auch als einer der meistdiskutierten. Während sich Biographen bis in die jüngste Zeit2 vor allem an seinen Aktivitäten im NS-Staat abarbeiten, fokussieren die musikalischen Debatten des Öfteren die ihm eigene, oft als „perfektionistisch“, „glatt“ und „emotionslos“ bezeichnete Klangästhetik. Durch ihre Loslösung vom „Anschein des im Hier und Jetzt sich einzigartig Ereignenden“3 kommt sie dabei in idealer Weise der Fixierung auf Tonträgern entgegen, deren technische Entwicklung Karajan zeitlebens aufmerksam verfolgt und selbst aktiv vorangetrieben hat. Mehr als alle Dirigenten vor ihm entwickelte und schärfte Karajan mit seinen über 2.000 Ton- und Filmaufnahmen das Bewusstsein dafür, welches Potential diese Medien für die Distribution und Vermarktung klassischer Musik sowie der eigenen Imagebildung besitzen. Der heutigen Forschung steht mit diesen Aufnahmen ein kaum unüberblickbarer Fundus an Zeugnissen für Karajans Darstellungs- und Selbstbestimmungswillen im Dienste seines Schaffens zur Verfügung, für das der durch Hermann Gottschewski geprägte Begriff der „Schallplattenkunst“4 zutreffender ist als im Falle der meisten anderen Dirigenten und Dirigentinnen.

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3. - 4. Mai 2019

[English version below]

Symposium "Decolonising of Knowledges"

Freitag, 3. Mai – Samstag, 4. Mai 2019
9:00 – 17:30 Uhr
mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Fanny Hensel-Saal
Anton-von-Webern-Platz 1
1030 Wien

Die Diskussion über die Notwendigkeit einer Dekolonisierung von Wissensproduktion sowie eines kritischen Nachdenkens über “epistemic violence” (G. Ch. Spivak) wurde in den letzten Jahren zu einem zentralen Aspekt des postkolonialen Diskurses. Daraus kann ein klarer Auftrag an den universitären Bereich abgeleitet werden, und so thematisiert das Symposium die Bedingungen von “Decolonising of Knowledges” speziell an Kunstuniversitäten sowie im Kunst- und Kulturbereich.

Unter dem Aspekt des Verhältnisses zwischen Wissen und Macht wird ein “Meeting of Knowledges” in den Blick genommen und die Möglichkeit von “Decolonising ‘World Music’” als kritisches Reframing der Musiken der Welt im Kontext aktueller Praktiken, Kämpfe und Bedingungen von Produktion und Rezeption ausgelotet.

Mit Vorträgen von José Jorge de Carvalho (Brasília), María do Mar Castro Varela (Berlin), Michael Birenbaum Quintero (Boston) und Gabriele Klein (Hamburg).

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9. - 11. Mai 2019

Singing Speech and Speaking Melodies: Musical Theatre (1650-1918)
 
Oviedo, Edificio Histórico de la Universidad
09 – 11 May 2019
 
organized by
Centro Studi Opera Omnia Luigi Boccherini (Lucca)
Research Group ERASMUSH, University of Oviedo (Oviedo, Spain)
 
This conference aims to deal with the complex world of the variety of stage works such as vaudeville, singspiel, zarzuela, operetta, opéra-comique, intermezzo, tonadilla or ballad opera, that were born around the establishment of Opera as a musical genre in different European Countries. Most of them with a long life, flourished during the 19th and the beginning of 20th century , becoming then a mass phenomenon that gathered a large audience. Despite the many differences, all of these forms of musical theatre share an alternation of sung parts and spoken dialogue , and some of them  dance too. During their evolution and dissemination around the world, many of these genres of musical theater have maintained their denomination but changed their forms and literary-musical references, sometimes enriched with foreign contributions and inbreading between closely related genres. This development has created some epistemological problems about what zarzuela, operetta or opéra-comique means in the different periods of its life.

9. - 11. Mai 2019

Musikgeschichte auf der Bühne / Performing Music History

Internationale und interdisziplinäre Tagung

am Institut für Musik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

veranstaltet von der Emmy Noether-Nachwuchsgruppe „Musikgeschichte auf der Bühne“

9. – 11. Mai 2019

Musikgeschichte ist Forschungsgegenstand, sie ist Thema von Romanen, Filmen, Comics oder Computerspielen und: Sie ist Gegenstand von Musiktheater. Ob als Oper, Musical, dramatische Montage, historisches Pastiche oder begehbare Enzyklopädie, performative Zugänge zur Musikgeschichtsschreibung arbeiten mit Klängen, mit historischem Material oder mit etablierten Bildern von Künstlerinnen und Künstlern, sie inszenieren Geschichte und stellen Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart her.

Die Tagung „Musikgeschichte auf der Bühne / Performing Music History“ fragt danach, wie Musikgeschichte im Musiktheater erzählt, komponiert, inszeniert und verkörpert wird: Was zeichnet diese intermediale Form der Musikhistoriographie aus? Wie verhält sie sich zur Geschichtsschreibung in anderen Medien? Welche narrativen Strategien und Praktiken prägen Musikgeschichten auf der Bühne? Wie werden durch Musik, Kostüm, Bühnenbild, Schauspiel oder Tanz Geschichtsbilder konstruiert und wie werden diese vom Publikum wahrgenommen?

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9. - 11. Mai 2019

 
Dear Member of the IMS,

You are cordially invited to attend the conference “Works, Work Titles, Work Authorities: Perspectives on Introducing a Work Level in RISM.” The conference will take place at the Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz, Germany, from May 9 to 11, 2019, and is free and open to the public.

Up to now, RISM has emphasized creating descriptions of musical sources in which works are “only” included as content-related information. But new possibilities exist thanks to the concept of work titles, which are already used in libraries and are included as a type of international authority file in VIAF. RISM would like to employ this tool, but also seeks a strategy in dialogue with users from academia and libraries that goes beyond this.

As a participant in the conference, you will have more than just the opportunity to learn about various positions concerning titles for musical works. In addition, you can bring your opinion into the discussion and workshop and thereby influence the decisions of RISM. Workshop modules will provide an opportunity to put ideas into practice. Please bring your own laptops. A test version of RISM’s cataloging program Muscat will be available.

Conference website

Conference registration

 

16. - 18. Mai 2019

Tagung „Kunst und Gebrechen“

Programmbereich „Kunstpolemik-Polemikkunst“ am Kooperationsschwerpunkt „Wissenschaft & Kunst“ der Paris-Lodron-Universität Salzburg und der Universität Mozarteum

Konzeption und Organisation: Hildegard Fraueneder, Nora Grundtner und Manfred Kern

Zeit: 16.-18. Mai 2019

Ort: Kunstquartier, Bergstraße 12a, 5020 Salzburg

Konzept

Hephaistos, der seines Hinkens wegen den Göttern Anlass zum sprichwörtlichen homerischen Gelächter gibt, ist zugleich der göttliche Repräsentant höchster Schmiedekunst und Schmiedetechnik. Der blinde Homer gilt der abendländischen Tradition als Vater der Dichtkunst, weil er gerade wegen seiner Blindheit den Blick in ungeahnte poetische Welten eröffnen und alles das sehen konnte, was den eigentlich Sehenden verborgen bleibt. Tizians „Fleckenmalerei“ wird von manchen als Produkt seiner Sehschwäche und zittrigen Hände gesehen, und der Legende nach soll erst die drohende Gehörlosigkeit Beethoven zu seinen gewagtesten Kompositionen befähigt haben.

Die genannten Namen stehen prototypisch für die notorische Denkfigur, die in ihren verschiedenen „Spielarten“ Gegenstand der Tagung sein soll: dass nämlich ein ursächlicher, essentieller Zusammenhang zwischen Kunst und Gebrechen bestehe.

 

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16. - 18. Mai 2019

Internationale Tagung "Orgelpredigten in Europa"

Universität Regensburg, 16.-18. Mai 2019

Organisation: Prof. Dr. Katelijne Schiltz, Dr. Lucinde Braun, Fabian Weber M.A.

Vom 16.–18. Mai 2019 findet an der Universität Regensburg eine internationale Tagung zum Thema "Orgelpredigten in Europa (1600–1800) - Musiktheoretische, theologische und historische Perspektiven" statt. Im Mittelpunkt stehen die Forschungsergebnisse des vor allem auf die Erschließung neuer Quellen ausgerichteten DFG-Projekts "Deutsche Orgelpredigtdrucke zwischen 1600 und 1800 – Katalogisierung, Texterfassung, Auswertung". Das mittlerweile online zugängliche Orgelpredigt-Portal wird auf der Tagung vorgestellt. Die einzelnen Beiträge sollen das Phänomen der Orgelpredigt aus Sicht verschiedener Disziplinen beleuchten und in einen gesamteuropäischen Kontext einordnen.

Veranstaltungsort ist die Hochschule für Katholische Kirchenmusik Regensburg.

Zu Programminformationen und der kostenlosen Anmeldung gelangen Sie hier: https://www.uni-regensburg.de/philosophie-kunst-geschichte-gesellschaft/musikwissenschaft/orgelpredigttagung-2019/index.html

 

17. - 19. Mai 2019

Fristverlängerung

Call for Papers für die Arbeitstagung der Fachgruppe Soziologie und Sozialgeschichte der Musik in Zusammenarbeit mit dem Dachverband der Studierenden der Musikwissenschaft in Deutschland, Institut für Musikwissenschaft, Universität Leipzig, 17.– 19. Mai 2019

Es gehört zur Tradition unserer Fachgruppe, dass regelmäßig Arbeitstagungen veranstaltet werden, in denen Ergebnisse der musikbezogenen Sozialforschung diskutiert werden. Der Zugang zu diesen Tagungen ist grundsätzlich frei, man muss weder Mitglied der Fachgruppe sein (für die es ohnehin keine formelle Mitgliedschaft gibt) noch der Gesellschaft für Musikforschung angehören. Die Arbeitstagung ist im Besonderen für den wissenschaftlichen Nachwuchs gedacht, der auch im BA- und MA-Studiengang zur aktiven oder passiven Teilnahme herzlich eingeladen ist; aber sie wird keineswegs exklusiv für den Nachwuchs veranstaltet.
Willkommen sind Beiträge aus allen Bereichen der Forschung zu Musik in Gesellschaft: empirisch-soziologische, sozialgeschichtliche, theoretische, aus Themenbereichen wie Gender und Intersektionalität, Popularmusikforschung, globaler, lokaler und glokaler Musikgeschichte, musikalischer Ökonomie usw. usf.
Um Proposals für Beiträge von 20 Minuten an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wird gebeten. Die Vorschläge sollten Titel, ein Abstract von maximal 2000 Zeichen und einige Sätze zur Person (Studierender; falls Akademiker*in: wissenschaftlicher Werdegang und akademische Affiliation; evtl. einschlägige Publikationen) des/der Vortragenden enthalten. Deadline ist der
24. März 2018.

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21. - 29. Mai 2019

Betreff: Symposium „LIBRETTO. Zukunftswerkstatt Musiktheater“, 21.-29.5.2019
 
Die Forschungsplattform Elfriede Jelinek lädt herzlich ein!
 
Unter dem Titel „LIBRETTO. Zukunftswerkstatt Musiktheater“ veranstaltet die Forschungsplattform Elfriede Jelinek der Universität Wien vom 21. bis 29.5.2019 ein vier Abende umfassendes interdisziplinäres Symposium.
 
Wir ersuchen Sie um Ankündigung, Verbreitung und Berichterstattung.
 
Das Symposium, das im Kontext des 150-Jahr-Jubiläums der Wiener Staatsoper stattfindet, befasst sich mit dem Libretto im zeitgenössischen Musiktheater.
 
Die Frage, was heute ein „gutes“ Libretto ausmacht, steht im Zentrum der Vorträge und Gespräche mit renommierten KomponistInnen, LibrettistInnen, Theaterleuten und WissenschaftlerInnen. Ausgehend vom Stellenwert, den der Text aktuell im Musiktheater hat, werden Visionen für Zukünftiges entwickelt und neue Gestaltungsformen angedacht. Auch Produktionsbedingungen und Entstehungsprozesse werden angesprochen. Dabei wird auch nach der Präsenz und Relevanz von neuem Musiktheater an großen Bühnen und in der Freien Szene gefragt.
 

23. - 24. Mai 2019

Musikinstrumenten-Museum SIM PK, Berlin

International Conference

Electronic Musical Instruments

Thursday 23rd and Friday 24th May 2019

Curt-Sachs-Saal at the Musikinstrumenten-Museum

Call for Papers

Deadline: February 24th 2019

Electronic musical instruments opened up a completely new era and area in building instruments and music as well. Despite their comparatively short history, they already prompted profound questions of talking and thinking about instruments on one side and composing, making or producing music on the other side.

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31. Mai - 2. Juni 2019

Tenth International Conference
Music /Sonic Art: Practices and Theories
Collaborative creativity / Creative Collaboration
MuSA 2019 – Karlsruhe
31 May – 2 June 2019
 
Hochschule für Musik, Karlsruhe – Institut für Musikinformatik und Musikwissenschaft
Am Schloss Gottesaue 7, 76131 Karlsruhe
 
CALL FOR PAPERS:
 
We are pleased to announce the Tenth International Conference on Music and Sonic Art: Practices and Theories (MuSA 2019), an interdisciplinary event to be held in Karlsruhe, Germany at the Institute for Music Informatics and Musicology, University of Music Karlsruhe (http://hfm.eu/imwi/).
 

7. - 9. Juni 2019

Eleventh meeting of the International Musicological Society (IMS) Study Group Music and Media (MaM) in Växjö, Sweden, June 7 – 9 2019

Call for papers

Sounds of Mass Media: Music in Journalism and Propaganda

The past decade has seen a growing scholarly interest in questions relating to music’s role and function in propaganda contexts. Music has a long history in serving the representation of tyrants and in legitimizing totalitarian regimes. For example, throughout the 20th century composers, musicians and music writers in many countries delivered works, made recordings and participated in concerts that were used for hailing, consolidating and advancing non-democratic political systems and ideologies. Facts and fiction were blended in these efforts to strengthen the ruling political power, especially in conflict situations such as during the anniversary celebrations of the October Revolution in the Soviet Union.

Music that appears in journalist contexts has not been in the focus of research yet. What matters in this context is that it shares features with propaganda music. Music in propaganda and journalism can serve both educational and demagogic policies and functions. It is this border area between information and disinformation of the masses that the eleventh MaM meeting aims at exploring and which can, for instance, be detected when analyzing the music on newsreel soundtracks of the 1930s and ‘40s, in TV reports about war and conflict in the ‘90s or in documentaries about and produced by the political far right in the 2010s. The degree of truthfulness in audio-visual journalism is sometimes difficult, if not impossible to determine when looking at the so-called infotainment journalism. Journalist segments can be – or appear to be – biased involuntarily or voluntarily. The presentation of facts in journalism can become partisan or manipulative and in these contexts music plays a crucial role.

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18. - 22. Juni 2019

Call for Proposals
 
ELEVENTH INTERNATIONAL DOCTORAL WORKSHOP IN ETHNOMUSICOLOGY
 
18th – 22nd June 2019
 
The Center for World Music at the University of Hildesheim and Hanover University of Music, Drama and Media are pleased to announce the eleventh annual workshop for PhD candidates in ethnomusicology. Through paper presentations, discussion and working groups, the workshop offers a  unique environment for 16 doctoral students at the writing stage for their PhD dissertations to engage in international dialogue and exchange, and expand critical debate on recent research within the discipline. The workshop will be directed by Prof. Dr. Philip V. Bohlman (Chicago/Hanover), Dr. Michael Fuhr (Hildesheim), Dr. Cornelia Gruber (Hanover) and Prof. Dr. Raimund Vogels (Hildesheim/Hanover).
 

27. - 29. Juni 2019

Internationale und interdisziplinäre Tagung „Musik und die Künste in der englischen Frühaufklärung (ca. 1670–1750)“

27.−29. Juni 2019, Universität Hamburg, Institut für Historische Musikwissenschaft

Call for Papers (Deadline: 15. September 2018)

Das Verhältnis der Künste zueinander wurde im 17. und 18. Jahrhundert vielfach diskutiert und in durchaus disparater Art und Weise immer wieder neu verhandelt. Gründe dafür liegen nicht zuletzt in einem grundlegenden sozialen Wandel, der zu veränderten Produktions- wie Rezeptionsbedingungen von Kunst führte und in unterschiedlichen Prozessen der Professionalisierung und damit einhergehenden Legitimationsbestrebungen resultierte. England und v. a. seine Metropole London war ein zentraler Standort künstlerischer Professionalisierung, an dem sowohl künstlerische Darstellungsmöglichkeiten ausgelotet wurden als auch der exponentielle Aufschwung der Printmedien genutzt wurde, um die Kunstwahrnehmung in zuvor nicht gekannter Breite zu beeinflussen. Die internationale und interdisziplinäre Tagung möchte aus kultur- und sozialhistorischer Perspektive einerseits Besonderheiten des Standorts England in Bezug auf Kunstauffassung und ‑wahrnehmung herausarbeiten. Andererseits sollen Ausstrahlung auf sowie Austauschprozesse mit Kunstauffassungen des europäischen Festlandes erörtert werden. Dabei liegt der Fokus auf Neuverhandlungen von moralisch-ästhetischen Bedeutungszuschreibungen zu den Künsten im Wechselverhältnis mit der unfasslichsten unter ihnen: der Musik.

 

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5. - 7. Juli 2018

Die »andere« Stimme: Hohe Männerstimmen zwischen Gluck und Rock

Symposium im Rahmen der Internationalen Gluck-Opern-Festspiele Nürnberg

5.–7. Juli 2019

Im Rahmen der Internationalen Gluck-Opern-Festspiele Nürnberg findet vom 5. bis 7. Juli 2019 unter dem Titel Die »andere« Stimme: Hohe Männerstimmen zwischen Gluck und Rock ein internationales Symposion statt, das sich aktuellen Forschungsfragen zur Bedeutung, Verwendung, Ästhetik und Rezeption hoher Männerstimmen widmen soll, vom Musiktheater des 18. Jahrhunderts bis hin zu Pop und Rock.

 

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7. - 10. Juli 2019

Agency and Identity in Music
IMS Intercongressional Symposium
Lucerne, July 7–10, 2019

Rooted in socio-cultural research, the concept of agency is central to the understanding of human beings as individuals who actively shape their identities while acting within determined social and cultural structures. As such, agency emphasizes the temporary nature of identity as unfinished and in  process, and underlines the ability of human beings to make decisions and to form, perform, and delineate identity within contextually given socio-cultural opportunities and constraints. Alfred Gell defined agency in his seminal study Art and Agency (1998) as a point where the possibly infinite  chain of causality is broken and a “beginning” is attributed to a certain entity.

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11. - 12. Juli 2019

The Musikwissenschaftliches Institut, Hochschule für Musik und Theater München, welcomes proposals for the international symposium
 
Jewish Music in South Germany—History, Exile, Continuance
 
to be held on Thursday and Friday, 11‒12 July 2019
at the
Hochschule für Musik und Theater München
 
The first known settlement of Jews in the south of Germany can be traced back to 906 C.E., documented in the toll regulation of Passau, the city of three rivers which was conveniently situated for those using trade routes to Hungary, southern Russia, and northeastern Germany. But it was not until the end of the 17th century that communities formed that had a lasting presence in the region. In the 18th century flourishing communities grew in Fürth and Ansbach, both associated with important musical practices. In the course of the 19th century Jews began to absorb (or reject) the vast changes and developments that took hold of Central Europe: emancipation and acculturation, the Reform movement, Zionism, and anti-Semitism—all of which had significant influence on musical practices and expressions.
 

11. - 12. Juli 2019

CFP for the 2019 Biennial Conference
7th Conference of the Royal Musical Association Music and Philosophy Study Group Department of Music and Department of Philosophy
Strand Campus, King’s College London
Thursday and Friday, 11–12 July 2019
 
Keynote speakers
 
Prof. Jenefer Robinson (Department of Philosophy, University of Cincinnati)
Prof. Dr. Alexander García Düttmann (Institut für Kunstwissenschaft und Ästhetik, Universität der Künste Berlin)
Prof. Julian Johnson (Department of Music, Royal Holloway, University of London)
 
The RMA Music and Philosophy Study Group warmly invites session and paper proposals for this two-day international conference, to be held in London on 11–12 July 2019. The event will offer an opportunity for those with an interest in music and philosophy to share and discuss work, in the hope of furthering dialogue in this area. Following the success of last year’s format, we will run three types of session:
 
Associates Sessions  will be hosted by organisations with related interests;
 
Themed Sessions will be organised by individual session convenors, who have issued calls for papers on specific topics;
 
Free Sessions will be open to papers on all topics relating to music and philosophy.
 

2. - 6. September 2019

The IMS Regional Association for the Study of Music of the Balkans (RASMB) and the National University of Music Bucharest are organizing an international musicological conference on the subject “Musical and Cultural Osmoses in the Balkans.”
 
It will take place at the National University of Music Bucharest from September 2 to 6, 2019.
 
The conference website is now online and can be reached at:
 

5. - 6. September 2019

Musik im Körper - Körper in der Musik. Körper an der Schnittstelle von musikalischer Praxis und Diskurs

Tagung: 5./6.9.2019, Musikwissenschaftliches Seminar der Georg-August-Universität Göttingen

(English version below)

Unser Körper bildet die Basis jeglicher musikalischer Handlung, Äußerung und Erfahrung. Musik wirkt in Form von Schallwellen unmittelbar körperlich; ein Instrument wird erst durch das körperlich-aktive Zutun eines Menschen in Schwingung versetzt; ein Notentext wird erst durch die Körperlichkeit seiner Interpretin zu Musik; ein alter Rock’n’Roll-Klassiker, der uns durch das Radio erreicht, zeigt seine unmittelbare Wirkung auf unseren Körper im Mitwippen unserer Beine und Hüften. Trotz dieser unbestreitbaren Präsenz des Körperlichen in musikproduktiven und -rezeptiven Bereichen wurde der Körper gerade von Seiten der Historischen Musikwissenschaft lange mit Missachtung gestraft – ungeachtet der Aufmerksamkeit, die der Körper als Wissensspeicher und -medium in anderen Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften erfuhr. Zwar spielt Körperlichkeit in musikwissenschaftlichen Annäherungen der Bereiche Affect-, Gender- und Performance-Studies, in denen die Präsenz des Körpers offensichtlich ist, sowie in der Popularmusikforschung seit dem performative turn eine immer wichtigere Rolle, doch mündeten diese Annäherungen bisher nicht in einer umfassenderen theoretischen Grundlegung des Musikbegriffs in seiner unhintergehbaren Körperlichkeit. Die Musikwissenschaft bezieht sich vielfach auf einem autonomieästhetischen Musikbegriff, der wesentlich durch eine „Marginalisierung des Körpers durch die Autonomie des Geistes“ (Traudes 2012) bestimmt ist: Nicht nur der performative Körper gilt hier als transparentes Medium, das lediglich dazu dient, die Geist-geleiteten Intentionen des Komponisten zu transportieren, sondern auch die Hörerschaft soll sich die erklingende Musik idealerweise nicht durch körperliche Reaktionen, sondern durch geistige Reflexionen erschließen – die eigentliche Musik steckt im vom Meister notierten Kunstwerk, das an eine bestimmte ideologisierte Lektüre geknüpft ist. Die Bedeutung dieser Ausklammerung des Körpers für das Denken über Musik gilt es sichtbar zu machen und zu überwinden. Ebenso müssen Konsequenzen, die der Einbezug des Körpers hat oder haben kann, herausgearbeitet, aufgezeigt und diskutiert werden.

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9. - 12. September 2019

[DATE CHANGED]

Magnified and Sanctified: The Music of Jewish Prayer II
The 2nd International Conference on Jewish Liturgical Music
Hannover University of Music, Drama and Media, Germany

Monday 9 to Thursday 12 September 2019

Following the success of the first international conference devoted to the music of Jewish prayer, at the University of Leeds in 2015, papers are invited for the sequel, ‘Magnified and Sanctified II’ to be held at the University of Hannover from Monday 16 to Thursday 19 September 2019.

The conference is presented jointly by the European Centre for Jewish Music, Hannover University of Music, Drama and Media and the Academic Wing of the European Cantors Association. It is supported by the UCLA Lowell Milken Fund for American Jewish Music at the Herb Alpert School of Music, the University of Leeds and the Jewish Music Institute SOAS, University of London.

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10. - 12. September 2019

CALL FOR PAPERS

SysMus 2019 in Berlin, Germany

We are very pleased to host the International Conference of Students of Systematic Musicology (Sys-Mus) at the Department of Media Psychology of the University of Popular Arts (hdpk) from 10-12th September in Berlin, Germany.

The SysMus is a series of international conferences organized by students for students of systematic musicology. This kind of conference offers the opportunity for students to gain first experience in presenting and discussing their own research projects together with international students  and researcher of the field of systematic musicology.

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25. - 27 September 2019

Call for Papers

»Wo wir hinschauen Ideenausschlachter«.
Die internationale und intermediale Thomas Bernhard-Rezeption

2019 wird sich der Tod von Thomas Bernhard zum dreißigsten Mal jähren. Dieses Gedenkjahr soll den Anlass bieten, die künstlerische Nachwirkung von Bernhards Leben und Werk umfassend zu untersuchen. Diese ist bereits zu Bernhards Lebzeiten, erst recht aber in den drei Jahrzehnten seit  seinem Tod, zu einem leichermaßen internationalen wie intermedialen Phänomen geworden. In seinem Roman Korrektur (1975) lässt Bernhard die Figur Roithammer klagen: »unsere Idee wird aufgegriffen und schamlos ausgenützt, das beobachten wir immer wieder, wie eine Idee aufgegriffen und schamlos ausgenützt wird dann von Hunderten von Nachmachern«1. Bezogen auf die Rezeption des österreichischen Autors scheint diese Tirade nicht einmal eine Bernhard-typische Übertreibung darzustellen, wenngleich sie das produktive Moment der vielfältigen Rezeptionsphänomene  unterschlägt. Diverse deutschsprachige Autoren wie Rainald Goetz, Norbert Gstrein, Elfriede Jelinek, Gert Jonke, Werner Kofler, W.G. Sebald, Birgit Vanderbeke oder Moritz von Uslar standen bereits – so der Titel eines Aufsatzes von Uwe Betz – mit mal mehr, mal weniger eindeutiger Beweislage  ›unter Bernhard-Verdacht‹.2 Die internationale Dimension der Bernhard-Rezeption belegen Texte von Horacio Castellanos Moya, Matias Enard, John Fosse, William Gaddis, Gabriel Josipovici, Imre Kertész, Barbara Markovic, Yasmina Reza oder Gemma Salem.3 Die Geschichte der intermedialen Bernhard-Rezeption setzt bereits mit den Vertonungen des späteren Klägers im Holzfällen-Skandal, Gerhard Lampersberg, ein und setzt sich mit Kompositionen und Improvisationen von beispielsweise Lukas Haselböck oder dem Upper Austrian Jazz Orchestra fort, während im Bereich der Comic- Adaptionen vor allem Nicolas Mahlers Graphic Novels zu nennen sind. Kurz: Der ›Kontinent Bernhard‹, den ein 1995 von Wolfram Bayer herausgegebener Sammelband vermessen hatte,4 ist in den letzten Jahrzehnten zu einem Bernhard-Universum expandiert, dessen genauere Kartierung noch weitgehend ein Forschungsdesiderat darstellt.

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13. - 14. September 2019

[English version below]

19. Symposium der Deutschen Schostakowitsch Gesellschaft
"Die Schostakowitsch-Rezeption im 21. Jahrhundert"
13. und 14. September 2019
an der HMKW Hochschule
für Medien, Kommunikation und Wirtschaft Berlin

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Musikfreundinnen und –freunde, liebe Studierende der Musik oder Musikwissenschaften,

die Deutsche Schostakowitsch-Gesellschaft (DeSchoG) veranstaltet seit vielen Jahren sehr erfolgreich eine  Symposiumsreihe, die dem Namensgeber unserer Gesellschaft gewidmet ist.

Das 19. Symposium wird am 13. und 14. September 2019 (Fr./Sa.) an der Berliner Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) stattfinden. Hiermit  möchten wir Sie herzlich einladen, sich mit einem aktiven Beitrag an diesem Symposium zu beteiligen.

Die DeSchoG stellt jedes Symposium unter das Dach eines speziellen Themas. Dies soll nicht als Einengung, sondern als Einladung verstanden werden, aktuelle Forschungsergebnisse oder Reflexionen zur Musik in Bezug zu diesem Thema zu setzen.

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17. - 19. Oktober 2019

Internationales Arnold Schönberg Symposium
am Arnold Schönberg Center in Wien
17. bis 19. Oktober 2019

Call for Papers

Das Arnold Schönberg Center in Wien veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum Arnold Schönberg und die Wiener Schule am Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien von 17. bis 19. Oktober 2019 ein  internationales Symposium.

Themenschwerpunkt des Symposiums ist das Skizzieren in der Wiener Schule. Im Zentrum stehen Kompositionsskizzen von Arnold Schönberg, Alban Berg und Anton Webern aus der Übergangszeit um 1908/09 sowie der Frühphase der Komposition mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen in den Jahren 1921 bis 1924.

Für die Sektion »Freie Referate« sind Einreichungen zum Themenschwerpunkt in Eingrenzung auf Kompositionsskizzen von Arnold Schönberg sowie zu Fragen aktueller Schönberg-Forschung willkommen.

Das Symposium bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit, Ergebnisse ihrer Forschungen in einem Vortrag von 20 Minuten zu präsentieren. Symposiums-Sprachen sind Deutsch und Englisch. Eine Publikation ausgewählter Beiträge sowie freier Einreichungen ist für das Journal of the Arnold Schönberg Center 17/2020 vorgesehen.

Referatseinreichungen mit Abstract (ca. 300 Wörter) und Kurzbiographie werden bis 2. Februar 2019 erbeten an:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Arnold Schönberg Center, Schwarzenbergplatz 6, A-1030 Wien
Über die Annahme der Beiträge wird Anfang März 2019 informiert.

 

7. - 9. November 2019

Call for Paper: Jugend, Musik und Film (7. November – 9. November 2019, Hamburg)
in Kooperation mit dem 13. Unerhört-Musikfilmfestival in Hamburg

Musik hat für Jugendliche und ihre Vergemeinschaftungsformen sowohl historisch als auch gegenwärtig einen hohen Stellenwert, der sich vom individuellen und gemein-schaftlichen Musikhören/-ansehen über kollektive musikkulturelle Identifikationspro-zesse in Jugendszenen bis hin zum Selbstmusizieren erstreckt. Musik spielt im Pro-zess des Aufwachsens, der Selbstfindung aber auch des retrospektiven (auto-)biogra-fischen Erinnerns und Selbstvergewisserns eine wichtige Rolle. Es kann daher nicht verwundern, dass Musik sowohl in Filmen über populäre Musikkulturen und -szenen als auch in Jugend- und Coming-of-Age-Filmen genuin thematisch wird.
Wer sich aktuell mit der Frage nach den Spannungsfeldern zwischen Musik, Pop und Jugend auseinandersetzt, wird feststellen, dass vor allem in Musik(spiel)filmen, Musik-dokumentationen und auch Musikvideos Jugend als soziale Gruppe, als kultureller Le-bensstil und als Ort der Erinnerung eine herausragende Position innehat. Insbeson-dere das Bewegtbild hat in den vergangenen Jahren, aber auch aktuell einen entschei-denden Einfluss auf Fragen jugendlicher Identifikation und Lebenswelt genommen. Beispielsweise hat das Musikvideo als medienhistorisches Phänomen einige Genera-tionen sozialisiert und gerade in den letzten fünf Jahren durch Streamingdienste wie Vimeo oder YouTube nochmal eine entscheidende Renaissance erfahren. Der Handy-Konzertfilm stellt ein neueres Phänomen dar. Auf Netflix und Amazon Prime werden unzählige retrospektive Musikdokumentationen von Lady Gaga über Avicii bis hin zu dem mexikanischen Folk-Musiker Sixto Rodriguez gezeigt. Auch in Serien oder im klassischen Spielfilmbereich sind Musik und ihre (historischen wie gegenwärtigen) Kul-turen aus dem Pop- und Rockbereich ein äußerst beliebter Gegenstand der Narration.

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28. - 30. November 2019

Call for papers

Grief and the Arts in the West from the Middle Ages to the 21st Century: An Interdisciplinary Conference

Leuven (Belgium), November 28–30, 2019

From the design of tombs and depictions of the Madonna grieving for her Son to the composition of Requiems and memorialization in grief memoirs and elegies: death and grief have often elicited the response of creativity. These expressions have, in turn, become important topics for investigation in the humanities. Nonetheless, this research often remains within the confines of single disciplines. The present conference aims to create a conversation between disciplines by bringing together research on expressions of grief from different epochs and in different art forms, media, and genres in the West.

 

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11. - 13. Dezember 2019

Call for Papers

[English and Italian Version below]

Musik, Performanz, Architektur.

Sakralräume als Klangräume zwischen Spätmittelalter und Früher Neuzeit

Internationale und interdisziplinäre Tagung

Deutsches Historisches Institut Rom / Biblioteca Apostolica Vaticana, Vatikanstadt

11.–13. Dezember 2019

Konzeption und Organisation: Klaus Pietschmann und Tobias Weißmann (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) / Deutsches Historisches Institut Rom, Musikgeschichtliche Abteilung

Wissenschaftliches Komitee: Sabine Ehrmann-Herfort, Markus Engelhardt, Teresa Gialdroni, Klaus Pietschmann und Tobias Weißmann

Mit den kompositorischen Entwicklungen zwischen Spätmittelalter und Früher Neuzeit ging ein vielfältiger Wandel der Erfordernisse an die musikalische Aufführungspraxis einher, die mit dem Ritus und der Messfrömmigkeit in enger Wechselwirkung stand und die Kirchenarchitektur ebenso wie das Liturgie- und Musikerleben nachhaltig beeinflusste. Markantesten Niederschlag erfuhr diese Entwicklung in der Einrichtung von Sängerkanzeln und Orgelemporen, die die Wirkungsorte oft hochkarätiger Musikerequipes und Organisten bildeten und damit als Bühnen musikalischer Exzellenz fungierten. Die dauerhafte Sichtbarmachung der Musik als Teil des Gottesdienstes avancierte zu einem Kernbereich der Sakralarchitektur, während sich das identifikationsstiftende Potential dieser Orte in zahlreichen Graffiti niederschlug, etwa in der Sängerkanzel der Cappella Sistina. Die von Luca della Robbia und Donatello für den Florentiner Dom geschaffenen cantorie oder Jacopo Sansovinos pergoli im venezianischen Markusdom sind prominente Beispiele für den hohen künstlerischen Wert, der den Sängerkanzeln bereits in der Renaissance beigemessen wurde. Die mehrchörige Musikpraxis, die ausgehend vom Italien des Cinquecento ein im 17. und 18. Jahrhundert europaweites Phänomen darstellt, erforderte die Modifikation altehrwürdiger Sakralräume und die Integration von Musikerräumen in Kirchenneubauten. Das polychorale Experimentieren und insbesondere die großen Festmusiken verlangten zusätzlich die Errichtung ephemerer Musikertribünen, mit denen der Kirchenraum in seinem akustischen und musikalischen Potential ausgeschöpft werden sollte. Seit dem Editto sopra le musiche Alexanders VII. (1665) richteten sich die Päpste vermehrt gegen die architektonische Inszenierung der Musiker, die mit ihrer sicht- und hörbaren Performanz nicht wenige Gläubige vom liturgischen Geschehen ablenkten.

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22. - 23. November 2019

Call for papers

Kongress „Analyse und Interpretation“

Tagung des Instituts für Komposition, Musiktheorie und Hörerziehung der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart

Tagungstermin: 22. November 2019, 14:30 - 23. November 2019, 18:00 Uhr.

Tagungsort: Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, Urbanstr. 25, 70182 Stuttgart

Vorschläge für Beiträge (Vortrag, Lecture-Recital, etc. bis zu einer Länge von 30-35 Minuten) mit einem kurzen abstract erbeten bis 1. März 2019. Die Beiträge können in deutscher oder englischer Sprache erfolgen.

Zum Thema:

Der Umgang der Fächer Musiktheorie, Musikwissenschaft, sowie aller Formen der Musikvermittlung mit Analyse kann je nach Kontext und Zielsetzung sehr unterschiedlich ausfallen. Vor allem vor dem Hintergrund des „performative turn“ und der Entwicklung der empirischen Interpretationsforschung gewinnt die immer neu zu justierende Verbindung von Praxis und Theorie aktuelle Bedeutung. Die Verbindung von Analyse und Interpretation und deren Vermittlung bildet das zentrale Thema des Kongresses. Welchen Profit kann ein darstellender Musiker aus einer analytischen Betrachtung für seine Arbeit gewinnen? Welche Beispiele lassen sich dafür heranziehen, wie lassen sie sich im Unterricht vermitteln?

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