Aktuelles | Call for papers

Deadline: 30. September 2020

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Erlösung und Moderne – Händels Messiah im 19. bis 21. Jahrhundert

Im Rahmen der Händel-Festspiele 2021 in Halle (Saale), die unter dem Motto „Helden und Erlöser“ stehen, findet vom 31. Mai bis zum 2. Juni 2021 die Internationale Wissenschaftliche Konferenz „Erlösung und Moderne – Händels Messiah im 19. bis 21. Jahrhundert“ statt. Das Thema der Konferenz akzentuiert die Aufführungs-, Bearbeitungs- und Wirkungsgeschichte des Oratoriums, das wie kein zweites Werk für die Weltgeltung des Komponisten steht. Von dem Librettisten Charles Jennens als Antwort auf zeitgenössische deistische Zweifel an der messianischen Sendung des christlichen Erlösers konzipiert, erlangte Messiah im Laufe seiner von 1741 bis in die heutige Zeit ungebrochenen Aufführungsgeschichte den Status eines spirituellen Bekenntniswerkes, das nicht nur transkonfessionell, sondern auch in säkularen Zusammenhängen wirken sollte und konnte. In seiner Bedeutung für die Händel-Rezeption wird Messiah nur noch durch den Halleluja-Chor aus diesem Werk übertroffen, der – um nur zwei Beispiele herauszugreifen – bei der Eröffnung der Olympischen Spiele am 1. August 1936 in Berlin ebenso verwendet konnte wie bei einer Freiluftaufführung durch Chor und Orchester der Resistenza musicale permanente anlässlich des Rücktritts des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi am 12. November 2011.

Die Konferenz möchte nicht nur in Erfahrung bringen, was in solchen säkularen Kontexten aus der ursprünglichen christlichen Erlösungsbotschaft des Oratoriums geworden ist, sondern auch, welche (durchaus auch problematischen) Adaptionen und Transformationen zu der heutigen globalen Geltung des Messiah und seines berühmtesten Chores geführt haben.

Der Festvortrag von Andreas Waczkat (Universität Göttingen) am 29. Mai 2021 wird in die Thematik einführen. Für die Konferenz erwünscht sind wissenschaftliche Beiträge, welche die Aufführungs- und Bearbeitungsgeschichte des Werkes seit dem späten 18. Jahrhundert wie auch die religiösen, politischen, kultur- und sozialgeschichtlichen Deutungsprobleme, die mit der globalen Verbreitung des Werkes im 20. und 21. Jahrhundert verbunden sind, zum Gegenstand haben.

Die Veranstalter laden interessierte Forscherinnen und Forscher dazu ein, an der Konferenz mit einem 25-minütigen Referat teilzunehmen und bitten um eine Bewerbung mit Themenvorschlag und Abstract bis zum 30. September 2020. Reise- und Übernachtungskosten werden für die Konferenztage übernommen.

Veranstalter: Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft e. V., Internationale Vereinigung; Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Musik, Medien- und Sprechwissenschaften, Abteilung Musikwissenschaft; Stiftung Händel-Haus Halle.

Kontakt: Dr. Annette Landgraf Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Prof. Dr. Wolfgang Hirschmann Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


[English version]

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Redemption and the Modern Age - Handel's Messiah in the 19th to 21st century

The International Scholarly Conference “Redemption and Modern Age – Handel's Messiah in the 19th to 21st Century” will be held from 31 May to 2 June 2021 during the Handel Festival 2021 in Halle (Saale), which has the theme “Heroes and Redeemers”. The Conference will focus on the performance history, the history of the arrangements and the history of the impact of Messiah which stands for the worldwide reputation of the composer more than any other work. Conceptualised by the librettist Charles Jennens as a response to contemporary deistic doubts about the Messianic mission of the Christian Redeemer, Messiah attained the status of an overall spiritual, transconfessional work in the course of its performance history, which has continued unbroken from 1741 to the present day. In its significance for the reception of Handel, Messiah is only exceeded by the Hallelujah Chorus from that work which – to name just two examples – could be used at the opening of the Olympic Games on 1 August 1936 in Berlin as well as in an open-air performance by the choir and orchestra of the “Resistenza musicale permanente” on the occasion of the resignation of Italian Prime Minister Silvio Berlusconi on 12 November 2011.

The Conference aims to find out what has happened with the original Christian message of Redemption in the oratorio by using it in secular contexts, but also with the adaptations and transformations (some of which are problematic) that have led to the present global significance of Messiah and Handel’s most famous chorus.

The Festival keynote lecture by Andreas Waczkat (University of Göttingen) on 29 May 2021 will give an introduction to the topic. The Conference welcomes scholarly contributions addressing performance history and the history of the adaptations of the work beginning in the late 18th century. It will also explore the religious, political, cultural and social historical problems of interpretation associated with the global dissemination of the work in the 20th and 21st centuries.

The organizers invite interested scholars to contribute to the Conference with a 25-minute presentation and ask for an application with a proposal of a topic and an abstract by 30 September 2020. Travel and accommodation costs will be covered for the Conference days.

Organizers: Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft e. V., Internationale Vereinigung; Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Musik, Medien- und Sprechwissenschaften, Abteilung Musikwissenschaft; Stiftung Händel-Haus Halle.

Contact: Dr. Annette Landgraf, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Prof. Dr. Wolfgang Hirschman, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.